News 2019
Aktuelles

News 2019

“The Art of Public Transport” lautet das Motto des Global Public Transport Summit (GPTS) vom 9. bis 12. Juni in Stockholm. Im Mittelpunkt der Ausstellung auf dem Kongress des Weltverbands der Verkehrsbetriebe UITP stehen bei Mercedes‑Benz der vollelektrisch angetriebene Niederflur-Stadtbus eCitaro, das eMobility Gesamtsystem und innovative digitale Services.

Solobus, Gelenkbus, Kurzvariante, Low-Entry, Überlandausführungen – der Mercedes‑Benz Citaro ist einer für alle. Für hochfrequentierte Linien empfiehlt sich der vierachsige Großraumbus CapaCity, abgeleitet vom Citaro und bis zu 21,0 m lang. Ebenso vielfältig ist die Antriebstechnik des Citaro. Im Fokus steht der vollelektrisch angetriebene eCitaro. Er setzt mit seiner Energie­effizienz Maßstäbe. Das Konzept trifft die Interessen der Verkehrsbetriebe, Beweis sind die zahlreichen Aufträge. Die Zukunftsfähigkeit des eCitaro belegt der Ausblick auf bevorstehende Batterietechnologien, darunter als heraus­ragende Pionierleistung Feststoffbatterien mit besonders hoher Energiedichte.

Den vollelektrisch angetriebenen eCitaro flankieren die emissionsarmen und wirtschaftlichen Dieselmotoren nach Abgasstufe Euro VI sowie der Citaro NGT mit Gasantrieb. Bei Verwendung von Biogas oder Bio-Erdgas fährt er annähernd CO₂-neutral. Sowohl Diesel- als auch Gasmotoren sind optional mit Hybridmodul lieferbar, sie glänzen mit nochmals gesteigerter Effizienz. Anerkennung für diese Spitzenleistung ist die Wahl des Citaro hybrid zum „Bus of the Year 2019“.

Herausragend ist das Sicherheitsniveau des Citaro mit dem aktiven Bremsassistenten Preventive Brake Assist: Er leitet bei Gefahr einer Kollision automatisch ein Bremsmanöver ein. Der Sideguard Assist warnt beim Abbiegen nach rechts vor seitlichen Hindernissen. Beide Assistenzsysteme schützen schwächere Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer.

Stuttgart / Stockholm, 27. Mai 2019

  • Mittelpunkt der Citaro Familie: Der vollelektrische eCitaro
  • Einer wie keiner: Der neue Sprinter City 75, Minibus des Jahres 2019
  • Das eMobility Gesamtsystem und die digitalen Services für Busflotten
„The Art of Public Transport” lautet das Motto des Global Public Transport Summit (GPTS) vom 9. bis 12. Juni in Stockholm.

 

Den vollelektrisch angetriebenen eCitaro flankieren die emissionsarmen und wirtschaftlichen Dieselmotoren nach Abgasstufe Euro VI sowie der Citaro NGT mit Gasantrieb.

 

Mercedes-Benz Sprinter City 75.

Mercedes-Benz Sprinter City 75: Auf der Basis der neuen Sprinter-Generation wurde ein Fahrzeug geschaffen, das mit überragendem Raumangebot und zahlreichen technischen Höhepunkten zeigt, wie ein moderner Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) mit Minibussen funktioniert.

Den Citaro flankiert der Minibus Sprinter City 75, der Minibus des Jahres 2019. Das 8,5 m lange Flaggschiff der Baureihe Sprinter City ist mit bis zu 38 Fahrgastplätzen besonders geräumig. Seine Basis bildet eine Kombination aus dem Fahrgestell des Mercedes‑Benz Sprinter mit einem Integralgerippe. Das zulässige Gesamtgewicht beträgt 6,8 t und bietet große Reserven. Grundlage ist eine exklusiv entwickelte Hochlast‑Hinterachse mit Luftfederung.

E‑Mobilität ist bei Mercedes‑Benz ein Gesamtsystem aus mehreren Bausteinen. Das eMobility Gesamtsystem von Mercedes-Benz berücksichtigt unter anderem Stromversorgung, Ladeinfrastruktur, Umlaufplanung, Telematiksysteme, Servicekonzepte und die Schulung der Mitarbeiter. Mercedes‑Benz eMobility Consulting unterstützt bei der Planung der E‑Mobilität. OMNIplus und die autorisierten Servicepartner stellen den eMobility Service sicher.

Mit OMNIplus ON wird der Service digital und eröffnet neue Möglichkeiten:

  • „OMNIplus ON advance“ sichert maximale Verfügbarkeit, zum Beispiel mit dem Service OMNIplus Uptime zur Überwachung der Fahrzeugsysteme in Echtzeit.
  • „OMNIplus ON monitor“ fasst Telematikdienste zusammen.
  • „OMNIplus ON drive“ unterstützt den Fahrer, etwa bei der Abfahrtkontrolle.
  • „OMNIplus ON commerce“ ermöglicht Unternehmen einen schnellen und gezielten Einkauf von Ersatzteilen rund um die Uhr im OMNIplus eShop.

Tradition und Zukunft: Das Werk Mannheim der Daimler AG verkörpert beides in Perfektion. 1908 eröffnet, wird es im Oktober 2019 111 Jahre alt. Hier entstehen einerseits hochmoderne Motoren für Lkw und Omnibusse, andererseits die Rohbauten für alle Omnibusse von Mercedes-Benz und Setra aus Mannheim und Neu-Ulm. Vor allem aber ist Mannheim die Heimat der großen Familie des Stadtbusses Mercedes-Benz Citaro. Sie krönt seit Herbst 2018 der vollelektrisch angetriebene eCitaro. Er passt sich nahtlos in die Fertigung ein und entsteht auf den gleichen Linien wie der vieltausendfach bewährte Citaro mit abgasarmem Verbrennungsmotor. Rund 3500 Mitarbeiter sind in der Omnibusfertigung in Mannheim beschäftigt – sie produzieren mit Unterstützung von vielen Maschinen und einigen Robotern aus bis zu 30.000 Teilen einen Stadtbus.

Es ist ein wesentlicher Baustein des Konzepts des vollelektrisch angetriebenen eCitaro und ein Gütesiegel: Der bewährte Citaro bildet die Plattform des eCitaro. Er ist ein Citaro – aber ein besonderer. Im Rohbau können nur Kenner die unterschiedlichen Antriebsvarianten voneinander unterscheiden.

Mercedes-Benz eCitaro Produktion.

  • Gütesiegel Citaro: Er bildet die bewährte Plattform des eCitaro
  • Rohbau: Aus Profilen und Blechen entsteht das Gerippe des eCitaro
  • KTL: Tauchbad als zuverlässiger Schutz gegen Korrosion
  • Montage: Hightech-Stadtbus aus dem Traditionsgebäude von Benz & Cie.
  • Hauptmontage: Jetzt steht der eCitaro auf den eigenen Rädern
  • Finishhalle: Batteriemontage und Inbetriebnahme der Hochvolttechnik
  • Gründliche Probefahrt auf der Teststrecke und öffentlicher Straße

Im Gebäude 45 des Werks Mannheim stellen rund 1.100 Mitarbeiter in zwei Schichten aus zugelieferten Stahlprofilen das Gerippe des selbsttragenden Stadtbusses her. Hier werden zunächst Profile und Bleche gelängt und abgekantet und Blechtafeln ausgeschnitten. Laserschneidmaschinen arbeiten hochpräzise mit einer Schneidleistung bis zu 5.000 Watt, welche aber präzise auf die jeweilige Blechdicke angepasst wird. Abkantroboter bringen Bleche in Form, teils mit mehreren Abkantungen in unterschiedlicher Gradzahl.

Ebenfalls wird sehr viel von Hand gearbeitet. Omnibusse sind extrem vielfältig, individuell und erreichen vergleichsweise geringe Stückzahlen – deshalb sind die hochausgebildeten Mitarbeiter im Werk Mannheim den Robotern an vielen Positionen überlegen. Ebenso arbeiten im Rohbau der Omnibusfertigung Mensch und Maschine häufig zusammen, etwa bei drehbaren Schweißdrehvorrichtungen: Mitarbeiter legen Profile ein, die Vorrichtung positioniert die Teile durch Drehung immer in idealer Lage, und die Roboter verschweißen die Teile. Für die Kontrolle und kleinere Nacharbeiten ist dann wieder der Facharbeiter zuständig.

Beeindruckend sind die Vorrichtungen, in denen komplette Seitenwände, Dachgerippe oder der Unterbau gefertigt werden. Erfahrene Mitarbeiter legen die fertig vorbereiteten Vierkantrohre von Hand ein, Unterbausegmente kommen zum Teil aus dem Partnerwerk in Holysov. Noch beeindruckender ist der „Dom“ im Gebäude 135 für den Zusammenbau dieser Komponenten, einschließlich Front- und Heckteil. Jeweils sieben Mitarbeiter verschweißen Unterboden, Seitenwände, Dach, Front- und Heckteil zu einem fertigen tragenden Omnibusgerippe. Im Anschluss werden spezielle Teile wie Halterungen und Bleche montiert. Sie rollen, für jeden Bus individuell vorkommissioniert, auf Set-Wagen mit. Nur Fachleute können in diesem Stadium einen eCitaro von seinen Geschwistern unterscheiden: Er trägt Halteschienen für die späteren Dachaufbauten, vor allem die Batteriepakete. Diese Konstruktion ist abgeleitet vom Citaro NGT mit seinen Gasflaschen auf dem Dach.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, drehbare Laser-Schweißvorrichtung für eCitaro Seitenwand.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, drehbare Laser-Schweißvorrichtung für eCitaro Seitenwand.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, Zusammenbau von Unterbau, Seitenwänden und Dach.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, Zusammenbau von Unterbau, Seitenwänden und Dach.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, eCitaro Seitenwand-Zusammenbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, eCitaro Seitenwand-Zusammenbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, eCitaro Seitenwand-Zusammenbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, eCitaro Seitenwand-Zusammenbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Kathodische Tauchlackierung.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Kathodische Tauchlackierung.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, fertiggestellte eCitaro Rohbau-Karosse.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Rohbau, fertiggestellte eCitaro Rohbau-Karosse.

Es folgt der wesentlichste Punkt der Korrosionsvorsorge, die kathodische Tauchlackierung (KTL). Nach einer Reinigungsprozedur und der Phospha-tierung taucht das komplette Omnibusgerippe in ein 16 Meter langes, vier Meter breites und sechs Meter tiefes Tauchbecken. Es ist mit 420.000 Liter Flüssigkeit gefüllt. Das Gerippe wird darin eine knappe Viertelstunde mehrfach geschwenkt, damit die wichtige Schutzschicht jede Stelle des Gerippes erreicht. Damit auch auf der Innenseite sämtliche Profile perfekt geschützt werden, sind sie mit rund 1.000 Langlochbohrungen versehen. Ein Bruchteil dieser Bohrungen wird später in der Montage als Befestigungspunkte für Anbauteile genutzt. Die flächendeckende KTL-Beschichtung ist 22 tausendstel Millimeter stark, der Fachbegriff dafür lautet 22 mµ. Nach einer Trocknung mit 90 Grad Celsius wird die Beschichtung mit 220 Grad Celsius eingebrannt. Nach dem Aufbringen der Nahabdichtung, der Unterbodenversiegelung sowie der Montage erster Bauteile geht der eCitaro wie alle anderen Omnibusse auf seine erste Reise, er fährt per Bahn zur Lackierung ins Werk Neu-Ulm.

Nach ihrer Rückkehr nach Mannheim, inzwischen beplankt und lackiert, wird die Karosserie des eCitaro gereinigt und getrocknet. Danach beginnt in Gebäude 34 des Werks die Montage des eCitaro. Hier sowie bei den weiteren Montagen und Finisharbeiten sind etwa 1.000 Mitarbeiter hauptsächlich im Einschichtbetrieb beschäftigt. Am und im Gebäude 34 treffen Tradition und Moderne des Werks Mannheim unmittelbar aufeinander. Der gepflegte Back­steinbau trägt ein klassisches Erscheinungsbild und strahlt Würde aus. Er stammt, seine Beschriftung unterstreicht es, noch aus der Ära Benz & Cie. Anfang des vergangenen Jahrhunderts und steht unter Denkmalschutz. In seinem Inneren dagegen entstehen Hightech-Stadtbusse.

Bei der Montage gilt wie zuvor im Rohbau: Alle Citaro rollen über die gleiche Linie, alle unterliegen den gleichen Fertigungsprozessen. Nur die Arbeits­schritte unterscheiden sich. Entsprechend komplex sind die Arbeitsgebiete der Mitarbeiter, entsprechend hoch ist ihre Qualifikation.

Im historischen Gebäude wächst der eCitaro nun Station für Station zum vollelektrisch angetriebenen Stadtbus heran. An einer Hochstation werden Komponenten auf dem Dach montiert, zum Beispiel die Klimaanlage und der Heckträger mit der Kühlanlage der Batterien. Orangefarbige oder schützend orange ummantelte Hochvoltkabel werden eingebracht und verlegt. Im Anschluss folgt die Verrohrung der Dachelemente. An den Stationen danach erhält der eCitaro seine Seitenscheiben eingeklebt. Nachdem weitere Verrohrungen im Heckbereich erfolgt sind, wird im Innenraum der Boden eingelegt und erste Komponenten unter der Decke befestigt.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachgeräteträger-Vormontage.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachgeräteträger-Vormontage.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachgeräteträger-Montage.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachgeräteträger-Montage.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage HV-Leitungen beim eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage HV-Leitungen beim eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Seitenscheiben-Montage beim eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Seitenscheiben-Montage beim eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Kabelbaum.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Kabelbaum.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Vormontage eAchse.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Vormontage eAchse.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eAchsen-Einbau im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eAchsen-Einbau im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Kühlsystem.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Kühlsystem.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau HV-Heckbatteriepaket im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau HV-Heckbatteriepaket im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage Bremswiderstand und Antriebswechselrichter im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage Bremswiderstand und Antriebswechselrichter im eCitaro.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Cockpit-Einbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Cockpit-Einbau.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Reifenmontage beim eCitaro

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Reifenmontage beim eCitaro

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Frontblende.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Einbau eCitaro Frontblende.

Das unmittelbar benachbarte Gebäude 30 ist der Ort der Hauptmontage. Hier werden die Citaro über zwei parallele Linien geführt. Damit können, abhängig von der Ausstattung, unterschiedliche Arbeitsumfänge bei den Stadtbussen ausgeglichen werden. Ohnehin wird emsig gearbeitet, vorn, in der Mitte und hinten sind Mitarbeiter gleichzeitig im Einsatz. Jetzt werden Druckluftbehälter installiert und Kanäle für Heizung und Klimaanlage. Elektrik und Kabel kommen in den Stadtbus. Zentraler Punkt ist dabei der Querkanal zwischen Cockpit und Fahrgastraum. Ob eCitaro oder Citaro: In jedem Stadtbus werden aufgrund der vielfältigen Funktionen und Lampen mehrere 100 Kilogramm Kabel ausgerollt. Ein typischer Schritt für den eCitaro ist das Einbringen des Kühlers hinten links im ehemaligen Motorturm für den Antrieb und die Nebenaggregate.

Eine entscheidende Station folgt im weiteren Durchlauf: Die Montage der E‑Antriebsachse mit den radnabennahen Elektromotoren. Ein großer Vorteil der Achse: Die Aufnahmepunkte sind identisch mit denen der gewohnten Portal-Antriebsachse des Citaro mit Verbrennungsmotor. Auch die Vorder­achse wird montiert. Während in den gewohnten Citaro der Verbrennungs­motor eingepflanzt wird, bekommt der eCitaro an der identischen Station hinten links eine Baugruppe aus vier Batteriepaketen.

Es folgt der Innenausbau des Stadtbusses: Innendecke, Luftkanäle, die Seitenverkleidungen des Fahrgastraums, das Cockpit und viele Komponenten mehr. Der Fahrersitz und die Fahrgastsitze werden montiert, ebenfalls Haltestangen und Trennwände. Die Türen und schließlich die Windschutz­scheibe werden hinzugefügt.

Erneut wechselt der eCitaro die Halle, er rollt in das Gebäude 32. Während­dessen sind die Dachbatteriemodule des eCitaro – wie zuvor auch die Batterie­baugruppe im Heck – innerhalb des Werksgeländes im KEM vormontiert worden, dem Kompetenzzentrum für emissionsfreie Mobilität. Die Mitarbeiter des KEM sind Spezialisten für technische Leckerbissen: Hier werden schad­stoffarme und emissionsfreie Fahrzeuge aller Art als Prototyp aufgebaut, in Kleinserien umgesetzt und ihre späteren Serienanläufe in den Produktions­werken vorbereitet. Die Dachbatterien werden als erstes im Gebäude 32 aufgesetzt und an das Kühlsystem angeschlossen, welches nach einer Dichtig­keitsprüfung direkt befüllt wird.

Nach der Inbetriebnahme seiner 24-Volt-Anlage, das Ende der Produktion ist bereits in Sicht, weicht der eCitaro erstmals vom gewohnten Prozess ab. In einem abgesperrten Bereich wird die Hochvoltanlage einschließlich der Isolation überprüft und in Betrieb genommen. Natürlich sind die Mitarbeiter für den Umgang mit Hochvolttechnik fachlich qualifiziert. Da die Batterien bereits vorgeladen angeliefert werden, ist das Fahrzeug sofort fahrfähig. Außerdem erhält der eCitaro nun seine markante Dachrand-Erhöhung, auch wird die Aufladung seiner Batterien an einer Schnellladestation geprüft.

Sämtliche Mitarbeiter in der Montage des eCitaro haben eine Hochvolt-Sensibilisierung absolviert. An dieser Stelle aber ist eine weitergehende Hochvolt-Qualifizierung notwendig. Nur Mitarbeiter mit entsprechender Ausbildung, auf Anhieb erkennbar an einem gelben Punkt auf ihrem Werksausweis, haben Zutritt zu dieser Station.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage eCitaro Dach-Hochvoltbatteriepaket.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, Montage eCitaro Dach-Hochvoltbatteriepaket.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Hochvolt-Inbetriebnahme.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Hochvolt-Inbetriebnahme.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Hochvolt-Inbetriebnahme.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Hochvolt-Inbetriebnahme.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachverkleidungsmontage.

eCitaro Produktion, Daimler AG/EvoBus Werk Mannheim, Deutschland, Montage, eCitaro Dachverkleidungsmontage.

Mercedes-Benz eCitaro mit vollelektrischem Antrieb, Exterieur, Strom-Ladegerät und Strom-Lademessgerät.

Mercedes-Benz eCitaro mit vollelektrischem Antrieb, Exterieur, Strom-Ladegerät und Strom-Lademessgerät.

Praxistest eCitaro: Probefahrt.

Praxistest eCitaro: Probefahrt.

Praxistest eCitaro: Probefahrt.

Praxistest eCitaro: Probefahrt.

Der auslieferungsfertige eCitaro im Mannheimer Werk.

Der auslieferungsfertige eCitaro im Mannheimer Werk.

Im Anschluss wird der eCitaro wieder in den gewohnten Prozess einge­schleust. Es folgen kleinere Tätigkeiten wie das Aufbringen von Piktogrammen oder der Montage letzter Verkleidungen. Außerdem folgen intensive Tests jedes einzelnen Omnibusses. Während der Produktion wird fortlaufend die Qualität kontrolliert: Die Monteure nutzen dafür Tablets, auf welchen nicht nur die Standardprüfumfänge abgefragt werden, sondern auch jederzeit zusätz­liche Sensibilisierungen gesetzt werden können. Zusätzlich nehmen an den sogenannten Quality Gates Mitarbeiter der Qualitätsprüfung den Arbeitsum­fang genau unter die Lupe. Bei jedem Citaro ist die Fahrt über den Bremsen­prüfstand ebenso obligatorisch wie der Beregnungstest und die gründliche Endabnahme.

Damit nicht genug: Jeder eCitaro wird sowohl über eine werksinterne Test­strecke als auch über eine etwa 50 km lange externe Strecke auf öffentlichen Straßen gefahren und dabei von der unabhängigen Qualitätssicherung erneut gründlich kontrolliert. Ob Betriebszustände, Fahrfunktionen oder Geräusch­entwicklung – jeder einzelne eCitaro wird auf diesen Fahrten mit scharfen Augen und wachen Sinnen einem umfangreichen Prüfprozess unterzogen.

Erst danach ist er reif für die Übergabe an den jeweiligen Verkehrsbetrieb. Sie erfolgt wahlweise direkt vor Ort im Unternehmen oder beim nächstgelegenen Bus World Home, auf Wunsch ergänzt von einer Fahrerschulung oder einer Schulung auf dem Betriebshof des Kundenbetriebs. Seit dem Beginn seiner Fertigung mit der Bearbeitung der Vierkantrohre für das Omnibusgerippe sind rund sechs Wochen vergangen.