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Mercedes-Benz BRT Systeme.
Bus Rapid Transit (BRT)

Mercedes-Benz BRT Systeme.

Das erste BRT-System entstand in den 70er Jahren in Lateinamerika, wo die rasche Bevölkerungszunahme in den Städten zu großen Verkehrsproblemen führte. Die enorme Verkehrsnachfrage und die finanzielle Situation der städte verlangte nach einer innovativen Lösung. So wurde ein neues kostengünstiges Verkehrssystem entwickelt, dass Mobilität für alle Bevölkerungsschichten ermöglicht und mittlerweile weltweit annerkannt ist. Der Erfolg von BRT hat zur weltweiten Verbreitung dieser Systeme beigetragen; mittlerweile sind weltweit über 160 Fahrzeugsysteme in Betrieb und viele weitere in Bau oder Planung. Busse von Mercedes-Benz sind weltweit erfolgreich in BRT-Systemen im Einsatz, vom extralangen Gelenkbus bis zum Minibus als Zubringer. Zusammen mit unserer Erfahrung bei Wartung und Ersatzteilversorgung, sowie maßgeschneiderten Finanzierungslösungen tragen Mercedes-Benz Busse einen Teil zum Erfolg von BRT bei.

Im letzten Jahrzehnt wurden in Frankreich zahlreiche BRT-Systeme implementiert, wobei die Linie G in Straßburg als ein Musterbeispiel gilt. Die auf die Bedürfnisse europäischer Städte zugeschnittene, französische Variante des BRT-Systems heißt „Bus a haute niveau de service“ (BHNS). Straßburg ist unter Verkehrsplanern bekannt für die erfolgreiche Wiedereinführung der Straßenbahn 1994. Fast 20 Jahre später machte sich die Stadt auf die Suche nach der bestmöglichen Anbindung des nordwestlichen Stadtgebiets an den Hauptbahnhof und untersuchte neben dem Ausbau des Straßenbahnnetzes auch die Einführung eines BHNS-Systems.

Nach der Überprüfung der ökonomischen Machbarkeit, Diskussionen mit Politikern und einer Studie zur Verlängerung einer Straßenbahnlinie, fiel die Entscheidung zugunsten eines BHNS-Systems. Nach weniger als einem Jahr Bauzeit ging die Linie am 30. November 2013 in Betrieb. Neben dem Fokus auf der Planung einer optimierten Busspur, modernen Haltestellen und Bussen wurde viel Wert auf Marketing sowie die Integration in das bestehende Verkehrsnetz gelegt. Dies wurde unter anderem durch ein gemeinsames Ticketsystem, ein dynamisches Fahrgastinformationssystem und die konsequente Integration von P+R (Park and Ride) und B+R (Bike and Ride) entlang der Trasse erreicht.

Weitere Beispiele erfolgreich implementierter europäischer BRT-Systeme finden sich unter anderem in Nantes/Frankreich, Saint Nazaire/Frankreich, Granada/Spanien und Amsterdam/Niederlande.

 

Das BRT-System „Metrobüs“ in Istanbul in der Türkei ist eine erfolgreiche Lösung für die verkehrlichen Herausforderungen der Stadt auf zwei Kontinenten. Der starke Bevölkerungszuwachs, die Lage am Bosporus sowie eine starke Zunahme der PKW-Anmeldungen stellen besondere Anforderungen, denen das Metrobüs System als zukunftsorientiertes, nachhaltiges Verkehrssystem gerecht werden muss. Die Besonderheit des Metrobüs Systems sind eine sehr hohe Durchschnittsgeschwindigkeit durch die Linienführung auf einer Stadtautobahn, eine dichte Taktfolge, sowie hoher Komfort. Die 250 Mercedes-Benz CapaCity Busse sowie weitere 360 Mercedes-Benz Citaros und Conectos sind ein wichtiger Erfolgsfaktor des Systems, dessen Erfolg zu mehreren Verlängerungen geführt hat.

Rio de Janeiro war 2014 Austragungsort der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft und 2016 mit den Olympischen Spielen erneut Austragungsort eines weiteren sportlichen Großereignisses. Solche Großereignisse sind für Städte in vielerlei Hinsicht eine Herausforderung, insbesondere im Verkehrsbereich: Die Verkehrsmittel müssen sowohl der hohen Nachfrage während der Veranstaltung als auch den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung nach der Veranstaltung gerecht werden. Deswegen entschied sich die Mehrheit der Austragungsorte der Weltmeisterschaft 2014 für eine flexible und kosteneffiziente Lösung: Die Einführung von BRT-Systemen. Das gesamte geplante BRT-System in Rio de Janeiro beinhaltet mehrere Linien mit insgesamt 157 km Länge. Der erste 60 km lange BRT Korridor – Transoeste – wurde 2012, rechtzeitig vor Beginn der Weltmeisterschaft eröffnet. Das System ist auf eine hohe Kapazität ausgelegt. Sowohl Haltestellen als auch Fahrzeuge – extra-lange Hochboden-Gelenkbusse – sind daran angepasst. Das System besteht zusätzlich zu den normalen Linien aus Expresslinien, die nicht an allen Stationen halten. Im gesamten BRT-System Rio de Janeiro verkehren von Mercedes-Benz 101 23m-Busse, 161 18m-Busse sowie 26 12m-Busse, die auf Zubringerlinien eingesetzt werden.