500 Testkilometer auf Eis und Schnee, zweistellige Minusgrade, extreme Bedingungen ohne Kompromisse: Im Februar 2026 stellte sich der Mercedes‑Benz eCitaro mit der neuen NMC4‑Hochvoltbatterietechnologie im finnischen Rovaniemi der Polarkälte. Die Ergebnisse der Wintererprobung lassen aufhorchen.
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NMC4-Batterien: Heiße Performance bei Eiseskälte.
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Die neue Batteriegeneration im Winter-Extremtest am finnischen Polarkreis.
Härtetest am Polarkreis.
Wenn Kälte einen Namen bräuchte – Rovaniemi wäre eine gute Wahl. Die Hauptstadt der finnischen Landschaft Lappland liegt am Polarkreis. Fünf Monate im Jahr bleiben die Temperaturen hier konstant unter dem Gefrierpunkt. Harte Bedingungen für einen Elektrobus – reagieren doch Batterien bekanntermaßen empfindlich auf Kälte. Grund genug für Daimler Buses, ausgerechnet hier die intensive Wintererprobung der neuesten Generation von Nickel‑Mangan‑Kobalt‑Batterien (NMC) im Mercedes‑Benz eCitaro durchzuführen: Komponenten, die sich hier bewähren, eignen sich für Wintereinsätze überall in Europa.
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500 Kilometer auf Eis und Schnee.
Für die Wintererprobung des mit fünf Batteriepaketen ausgestatteten Mercedes‑Benz eCitaro G Gelenkbusses hatte das Team von Daimler Buses eine typische Stadtbus-Route in Rovaniemi ausgewählt. Mehr als 500 Kilometer bei durchgehend zweistelligen Minustemperaturen absolvierte der Testbus. Jede Fahrt begleitete ein dichtes Netz aus Sensoren. Außen- und Innentemperatur, Zelltemperaturen, Stromaufnahme, Ladezustand – sämtliche relevanten Größen liefen in die Auswertung ein. Im Mittelpunkt stand weniger der Verbrauch als die Performance der Batterien unter Dauerkälte. Denn die Antriebsregelung muss alle Komponenten zuverlässig zusammenführen, und das schwächste Glied gibt den Takt vor.
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Dabei forderten Türöffnungen an jeder Haltestelle das Thermomanagement aufs Äußerste. Schnee- und eisbedeckte Fahrbahnen verursachten Schlupf bei jedem Anfahrvorgang und jeder Bremsung und stellten so nicht nur die Testcrew, sondern auch die elektronische Antriebsregelung, den Knickschutz ATC (Articulation Turntable Controller), das ABS und nicht zuletzt die Steuerung des Hochvoltsystems auf die Probe. Doch trotz dieser äußerst widrigen Bedingungen zeigten die NMC4‑Batterien keine Schwächen. Selbst bei niedrigem Ladestand (SoC) am Ende eines langen Test-Tages ließ sich die volle Fahrleistung abrufen.
Die Performance der Hochvoltbatterien nach einer Nacht bei minus 30 Grad war unfassbar gut.
Philipp Litzinger, Vehicle Testing Engineer, Daimler Buses
Souveräner Kaltstart bei minus 30 Grad.
Die härteste Prüfung sollte aber noch folgen: eine Nacht in der Kältekammer. Wie arbeiten die Batterien bei minus 30 Grad Celsius Außentemperatur, bei minus 20 Grad auf Zellebene? Gibt es Einschränkungen bei der Performance? Das sollte der Kaltstart am nächsten Morgen zeigen. Kein Aufwärmen, kein Vorkonditionieren, keine Kompromisse. „Die Performance der Hochvoltbatterien bei Minus 30 Grad war unfassbar gut“, sagt Test-Ingenieur Philipp Litzinger. „Das Fahrzeug war sofort einsatzbereit. Wir haben auf 60 bis 70 km/h beschleunigt, ohne dass eine Leistungsminderung erkennbar war.“ Die NMC4‑Batterie hielt die Spannung stabil und kam zügig auf Betriebstemperatur. Selbst die Leistungsaufnahme im Rekuperationsfall meisterten die Hochvoltbatterien bei diesen Temperaturen völlig unauffällig.
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Vom Werk bis an den Polarkreis.
Schon die An- und Abreise aus Mannheim über Schweden bis ins nördliche Finnland gehörte zum Testprogramm. Den Großteil der Strecke legte der eCitaro G dabei auf eigener Achse zurück – weitere rund 3.000 Kilometer Datenmaterial. Test-Ingenieur Philipp Litzinger ist mit den Ergebnissen der Wintererprobung unter Extrembedingungen vollauf zufrieden: „Die neuen NMC4‑Hochvoltbatterien haben eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch bei Polartemperaturen ohne Einschränkungen einsatzfähig sind.“